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Bisher hatten mein Mann
und ich uns standhaft gegen den Kaninchenwunsch unserer Mädchen
gewehrt, hatten
wir doch mit Katzen und Pferd eigentlich genug Tiere:-)
Als
unsere jüngere Tochter mir aber das süsse Siam-Löwenköpfchen
zeigte, war es auch um mich geschehen,
da viele schöne Erinnerungen wach wurden...

Als
Kind hatte ich ein Siam-Zwergkaninchen namens Schnuppi. Er war mein bester Freund und stets in meiner
Nähe und lag beim Schulaufgabe machen neben mir.
Viele Jahre später sah ich in einer Tierhandlung wieder ein kleines
Siam-Zwergkaninchen. Es war Liebe auf den 1. Blick und nach Rücksprache mit meinem damaligen Freund und heutigen
Mann, kam Purzel am 28. November 1989 in unser Leben. Purzel war
eigentlich eher ein Hund, folgte uns auf Schritt und Tritt und
war absolut stubenrein. So durfte er in der ganzen Wohnung frei
herumlaufen. Wenn wir am Arbeiten waren, hatte er die ganze
Küche für sich zur Verfügung.
Leider brach gleich nach
dem Kauf ein Schnupfen bei ihm aus. Drei Tierärzte stopften ihn
vergeblich mit Antibiotika voll und
meinten, dass ich ihn einschläfern soll, da er den
"Hasenschnupfen" hätte. Doch keines der andern Symptome
traf auf Purzel zu; im Gegenteil Purzel
wuchs und entwickelt sich prächtig, wenn nur nicht dieser
ständige Schnupfen mit weissem Nasenausfluss gewesen wäre, der ihn
aber nicht weiter zu beeinträchtigen schien. Via eine Arbeitskollegin
kam ich zu einem Tierarzt, der auch mit Homöopathie arbeitete.
Als erstes machte er einen Abstrich des Schleims und nach wenigen Tagen kam
die positive Diagnose, dass es nicht der gefürchtete
"Hasenschnupfen" sei, sondern "nur" eine
chronische Stirnhöhlenvereiterung. Da Zwergkaninchen jedoch sehr enge
Stirnhöhlenverästelungen haben, ist es sehr schwierig diese zu
heilen.
Wir begannen zuerst sein Immunsystem mit
"Echinacea"-Injektionen zu stärken und dann folgte eine längere homöopathische Behandlung.
Mit einjährig war Purzel beschwerdefrei und wir konnten ihn
ein Jahr später sogar auf den Balkon zügeln, wo er das ganze Jahr
zusammen mit einer, nach einem Wurf sogar zwei Zwergkaninchendamen lebte und
stolze 9 Jahre alt wurde.

So zog also im Mai 2010
kurz entschlossen das siamfarbene Löwenkopfmädchen Destiny bei
uns ein und drei Tage
später folgte Smoke, ebenfalls ein Löwenköpfchen, in der Farbe
schwarzloh. Da die beiden die erste Zeit bei uns im Haus lebten,
wurden sie recht zahm. Wir begannen natürlich umgehend Pläne
für den Bau eines Stalles zu zeichnen und holten uns Ideen aus
dem Internet, da uns die handelsüblichen Ställe nicht
überzeugten und ich ja einen handwerklich sehr begabten Mann habe:-)))
Obwohl wir für den Anfang einen grossen Gitterkäfig erstanden
hatten, fanden wir diesen schon nach wenigen Tagen als zu klein.
So legten wir eine Zimmerecke mit PVC aus, stellten die
Käfigschale hin mit WC und Einstreu und zweckentfremdeten einen
Kittenauslauf damit die beiden für die Zeit im Haus mehr Bewegung
hatten. Daneben durften sie täglich im Katzenauslauf oder bei gutem Wetter in
einem grossen Auslauf auf der Wiese herum hüpfen.
Unsere Katzen waren völlig
fasziniert von den Kaninchen und haben sie erstaunlich lieb
aufgenommen, doch war dies von den Birmchen eigentlich auch
nicht anders zu erwarten! Vor allem Shanaia kann stundenlang bei ihnen sitzen
und ihnen zuschauen oder mit ihnen herumrennen. Destiny und
Smoke zeigten von Anfang an keinerlei Angst vor den Katzen und rennen
im Gegenteil sogar mit ihnen herum. Der
Stall nahm immer mehr Formen an und irgendwie fanden wir ihn gar
gross für "nur" 2 Zwergkaninchen. So zogen anfangs
September 2010 noch die 8-monatige Shanti und - weil 3 eine
"blöde" Zahl ist - die 9-wöchige Tara ein. Da Tara
noch ein ziemlicher Winzling war und in eine Hand passte,
liessen wir die zwei Neuen sich zuerst separat bei uns im Haus
einleben, und als der Stall fertig war, setzten wir alle in ihr
neues Zuhause mit grossem Auslauf. Nach 3 Tagen hatten sie sich
zusammengerauft und sind seither ein herziges Grüppchen... 
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