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Überlegungen zum Kauf einer Rassekatze
Bevor Sie sich zum Kauf einer
Rassekatze entscheiden, sollten Sie sich folgende Gedanken durch den Kopf gehen
lassen und mit allen Familienmitgliedern besprechen, damit später
Probleme und Enttäuschungen vermieden werden können:
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Eine Katze lebt zwischen 12 - 15 Jahren, in Einzelfällen sogar bis zu 20
Jahren, und braucht täglich Liebe, Achtung, Pflege, Zeit, Zuwendung und
einen geregelten Tagesablauf! |
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Berufstätige (auch nur Teilzeit) und Einzelpersonen sollten unbedingt zwei
Katzen bei reiner Wohnungshaltung zulegen, da die Tiere sonst vereinsamen.
Apathie, psychische Störungen, Unsauberkeit oder Einrichtungszerstörung sind
die Folgen. |
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Stimmen alle Familienmitglieder und auch der Vermieter der
Neuanschaffung zu? |
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Hat jemand im Familien- oder näheren Verwandtenkreis Allergien oder besteht
ein Risiko, dass solche bei Anschaffung einer Katze ausbrechen könnten
(allenfalls vorher genau abklären mit Haut- und Bluttests)? Wir selbst
mussten dieses Problem bei unserer älteren Tochter erfahren (s. "Über
uns..."). |
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Aus einem herzigen kleinen Kätzchen wird eine erwachsene Katze, die im hohen
Alter ihre Gebrechen hat - wie wir Menschen auch - und ev. speziell gepflegt
und ernährt werden muss. Sind Sie bereit diese Mehrarbeit und Mehrkosten im
Alter auf sich zu nehmen und den letzten Gang mit dem Tier anzutreten, ohne
es leiden zu lassen? |
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Stören Sie sich weder an herumliegenden Katzenhaaren noch an vermehrter
Abnutzung Ihrer Wohnungseinrichtung oder einem zerbrochenen Gegenstand? Auch
Esswaren dürfen nicht mehr unbeaufsichtigt auf dem Tisch gelassen werden! |
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Besitzen Sie Mindestkenntnisse über das tierpsychologische Verhalten und die
Tierbedürfnisse? Dazu gehören eine artgerechte Ernährung, Haltung,
Gesundheitsvorsorge (jährliche Impfungen und Kontrolle beim Tierarzt) sowie
Gesundheitserhaltung. |
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Katzen sind
keine Hunde, die auf jeden Wink des Besitzers gehorchen. Sie sind
eigenwillig und bestimmen selber wann sie was wollen. Dennoch lassen sie
sich bis zu einem grossen Grad erziehen, was jedoch einige Ausdauer und
Geduld voraussetzt. |
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Verfügen Sie über eine für das Tier akzeptable Ferienlösung, jemand
der sich um das Tier zuhause kümmert oder evt. eine gute Ferienpension? |
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Und über alles: sind die notwendigen finanziellen Mittel vorhanden? |
Kosten für eine Katze
Für
Erstanschaffungskosten (Katzenbaum, Toilette, Futternäpfe, Trinkgefässe,
Spielsachen, Transportbox etc.) muss mit mindestens Fr. 600.-- bis 800.--
gerechnet werden.
Kaufpreis einer Rassekatze: Liebhabertier Fr. 1'200.-- - 1'300.--
Weiter braucht eine Katze pro Monat:
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Futter (gute Markenprodukte) ca. Fr. 3.-- pro Tag = Fr. 90.-- |
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Katzensand ca. Fr. 10.-- |
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Diverses ca. Fr. 10.-- (Spielsachen, mind. 2 Wurmkuren pro Jahr etc.) |
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jährliche
Impfungen beim Tierarzt:
- Katzenseuche/-Schnupfen um Fr. 70.--
- Leukose um Fr. 75.--
(Kombinationsimpfung Seuche/Schnupfen & Leukose ist günstiger -> um
Fr. 95.--) |
Dies ergibt pro Jahr ca. Fr.
1'435.-- (pro Monat um Fr. 120.--) feste Kosten. Dazu kommen variabel:
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Kastration der Kätzin (Fr. 200.-- bis 250.--) / des Katers (Fr. 120.-- bis
150.--) im Alter von ca. 8 bis 11 Monaten |
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ev. Kosten für ein Catsitter während Ferienabwesenheit |
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unvorhergesehene Krankheiten und evt. teure Spezialernährung |
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Bei Zuchtkatzen sind
folgende Tests vorzunehmen:
- Leukose, FIV und FIP ca. Fr. 100.-- bis 150.--
- Blutgruppenbestimmung ca. Fr. 40.-- bis 80.--
- mit frühestens 1-jährig: PKD-Ultraschall Fr. 70.-- im Tierspital
Zürich
- mit frühestens 1-jährig: ev. HCM-Ultraschall ca. Fr. 120.-- im Tierspital
Zürich |
Kaufpreis einer Rassekatze
Zu unterscheiden ist dabei zwischen
Liebhabertieren und Zuchttieren.
Liebhabertiere weisen kleinere Fehler auf (z.B. nicht korrekte Handschuhe oder
Sporen, weisse Flecken, nicht ganz guter Typ etc.) und können somit nicht in die
Zucht genommen werden. Dem Charakter oder der Gesundheit tun solche
"Schönheitsfehler" jedoch keinen Abbruch! Der Preis für ein
Liebhabertier beträgt Fr.
1'200.-- bis 1'300.-- und beinhaltet zudem den Stammbaum, das Impfbüchlein, eine
korrekte Grundimmunisierung für Katzenseuche- & Schnupfen-Impfung (2 Impfungen
im Abstand von 3 - 4 Wochen, idealerweise im Alter von 9 und 12 Wochen) sowie
das Entwurmen.
Zuchttiere dagegen müssen korrekt gezeichnet sein und in allen Belangen dem
Standard entsprechen. Für solche Tiere muss mit Preisen ab Fr. 1'500.--
gerechnet werden. Gerade bei der Heiligen Birma ist es praktisch unmöglich, dass
alle Jungtiere eines Wurfes korrekt gezeichnet sind, der Typ, die Augenfarbe und
Ohrengrösse stimmen, die Handschuhe und Sporen nicht zu knapp oder zu hoch sind
etc. Es kann manchmal sehr lange dauern, bis ein Birma-Züchter ein in allen
Bereichen wirklich korrektes Kätzchen bekommt, und die Zucht dieser Rasse ist
mit viel Geduld, Wissen und auch etwas Glück verbunden.
Viele Katzenliebhaber schreckt der hohe Preis für eine Rassekatze zunächst
einmal ab. Auch wir staunten anfänglich darüber, doch nun selbst Züchter sehen
wir erst, was wirklich alles anfällt. Sieht man hinter die Kulissen, so ist zu
sagen, dass ein Züchter, der seine Zucht seriös und mit viel Liebe betreibt,
kaum die anfallenden Kosten decken kann und seine investierte Zeit darf er erst
gar nicht rechnen.
Wir haben eine Aufstellung (Zusammensetzung
des Kaufpreises, für Details Link anklicken) über die anfallenden Kosten
erstellt, bis eine Kätzin mit 11 Monaten (gem. Zuchtreglement der FFH) zum
ersten Mal gedeckt werden kann. Zum Teil erfolgt eine erste Bedeckung je nach
Reife der Kätzin auch erst mit 18 Monaten oder noch später.
Die Jungtiere müssen mindestens 12 Wochen (gem. Zuchtreglement der FFH) bei der
Mutter bleiben und sorgfältig betreut werden, um eine optimale Prägung und
Entwicklung zu garantieren, bevor sie abgegeben werden können.
Da kommt man schnell auf gut Fr. 1'200.-- pro Jungtier bei einem guten
Wurfergebnis von vier Kitten. Bei kleineren Würfen steigen die Kosten sogar noch
höher, da die Kaufkosten, Haltungskosten der Zuchtkätzin, Deckgebühr,
Spezialfütterung der Mutterkatze etc. unabhängig von der Wurfgrösse anfallen!
In diesen Preisen sind nur
die effektiven Kosten
ohne Zeitaufwand des Züchters, allfälligen Fahrkosten zum Deckkater,
Materialkosten für Wurfkiste und Gehege, Tücher, Waschen, Spielsachen, evt.
Inserate, Zeit mit den Interessenten etc. berücksichtigt. Wir gingen von einem
guten Wurfergebnis von 4 Jungtieren aus, obwohl gerade beim 1. Wurf meist mit
nur 2 bis 3 Jungtieren zu rechnen ist. Ferner können unvorhergesehene Kosten
dazukommen, wie Tierarzt infolge Krankheit, Geburtskomplikationen, Kaiserschnitt
(der schnell gegen Fr. 700.-- oder mehr kommen kann) oder im schlimmsten Fall
sogar Verlust der Zuchtkätzin, welche nicht ersetzbar ist.
All diese Umstände sollte auch der Käufer eines Liebhabertieres berücksichtigen,
der mit dem Gedanken spielt, nur mal einen Wurf mit seiner Kätzin zu machen.
Neben dem Wissen über die ganzen Vorgänge von Genetik, Deckung, Trächtigkeit,
Geburt, Aufzucht, richtige Ernährung, Krankheiten, Impfungen etc., welches meist
nur ungenügend vorhanden ist, setzten diese Menschen ihre Kätzin einem nicht
unbedeutenden Risiko aus!

Wie findet man einen
seriösen Züchter?
Haben Sie sich für eine Rassekatze entschieden, dann kaufen Sie unbedingt eine
Rassekatze MIT Stammbaum (dieser kostet nämlich gerade mal um Fr. 35.-- pro
Kätzchen)! Jedoch nur damit haben Sie Gewissheit, dass das Kätzchen seriös
aufgezogen wurde und bei der Abgabe mindestens 12 Wochen alt, entsprechend
geimpft und entwurmt ist. Diese Zeit braucht es unbedingt bei seiner Mutter und
Geschwistern, um später gut sozialisiert und gesund zu sein!
Gut geeignet sind spezielle Katzen-Fachzeitschriften, wie z.B. das
Katzenmagazin, das Internet oder der Besuch von Katzenausstellungen, wo man die
Rassen mal in Natura sehen und erste Kontakte mit Züchtern knüpfen kann. Zudem
bietet jeder Katzenclub der FFH eine Jungtiervermittlung an (Adressen im
Katzenmagazin), die auf Anfrage Adressen von Züchtern der ausgesuchten Rasse
vermitteln.
Dann heisst es mit dem Züchter Kontakt aufnehmen und die Zucht besichtigen. Dies
erfolgt am Besten, wenn keine Jungtiere vorhanden sind, da man sich sonst zu
sehr von diesen einnehmen lässt und dann das Wesentliche gerne übersieht!!! Es
lohnt sich auch, verschiedene Zuchten anzuschauen und zu vergleichen. Jedoch
besuchen Sie bitte nie zwei Zuchten hintereinander oder am gleichen Tag oder
wenn Sie selber stark erkältet oder krank sind. Denn sehr schnell schleppt man
so Bakterien von einem Ort zum andern, was teilweise böse Folgen haben kann,
gerade wenn noch ungeimpfte Kitten vorhanden sind! Die Züchter sind Ihnen für
diese Vorsichtsmassnahme äusserst dankbar!
Züchter, die Mitglied eines Katzenclubs der FFH sind, haben nachfolgende Regeln
einzuhalten: Zukünftige Zuchttiere müssen zuerst ab 10 Monaten einmal an einer
Ausstellung auf ihre Korrektheit bewertet werden und dabei mindestens ein
"Vorzüglich" erreichen. Eine Kätzin darf nicht vor 11 Monaten zur Zucht
eingesetzt werden und höchstens 3x in 2 Jahren gedeckt werden. Ein
verantwortungsbewusster Züchter wird seiner Kätzin eh genügend Erholung zwischen
den einzelnen Würfen gewähren. Die Jungtiere dürfen nicht vor 12 Wochen
abgegeben werden, um ihnen eine optimale Entwicklung und Prägungsphase zu
garantieren. Bei der Abgabe müssen sie 2x gegen Katzenseuche und -Schnupfen
geimpft und mehrmals entwurmt sein. Zudem besitzen sie einen Stammbaum sowie ein
Impfbüchlein.
Schon beim Eintreten sollte der Besucher einen sauberen, gepflegten Eindruck
bekommen und keine unangenehmen Gerüche wahrnehmen. Bei Katerhaltung kann es
allerdings schon mal etwas riechen, wenn diese markieren. Die Katzen kommen
(sofern nicht gerade ihre Schlafenszeit ist) normalerweise zur Begrüssung herbei
und beschnuppern neugierig den Besucher. In seriösen Zuchten dürfen alle Katzen
besichtigt werden, um einen Eindruck über das Verhalten und Wohlbefinden zu
bekommen.
Auf keinen Fall sollte ein Tier aus Mitleid gekauft werden, wenn es sich um
eine Massenzucht handelt oder die Haltungs- und Hygienebedingungen schlecht
sind. Auch von scheuen oder kränklichen Jungtieren, die ein struppiges Fell,
verklebte Augen, Nasen oder After haben, sollte man unbedingt die Finger
lassen! Sie handeln sich damit nur viele Sorgen und unnötig hohe Tierarztkosten
ein und müssen am Ende gar das Kätzchen viel zu jung einschläfern!!! Ein solcher
Züchter wird nicht aufhören zu züchten, sondern im Gegenteil möglichst schnell
den nächsten Wurf produzieren, denn er verscherbeln kann. Ihm geht es nicht ums
Tier, sonder nur ums Geld, was einzig mit möglichst vielen Verkäufen und
möglichst billiger Produktion und Fütterung was einbringt. Durch einen
Mitleidskauf geben sie somit neuen Würfen Platz und begünstigen das Elend
weiter! Siehe auch:
www.buffys-tagebuch.ch.vu!
So lohnt es sich auf einen nächsten Wurf zu warten, wenn Sie von einer Zucht
überzeugt sind!
Scheuen Sie sich nicht, den Züchter alles was sie interessiert zu fragen und
sich nach Stammbaum, gemachten Tests wie Leukose, FIV, ev. FIP, Blutgruppe, PKD (eine genetische Nierenerkrankung),
HCM (eine genetische Herzerkrankung) und Impfungen seiner Zuchttiere zu
erkundigen und er wird Ihnen gerne Auskunft darüber geben. Falls nicht, ist
Vorsicht angebracht!
Einem seriösen Züchter ist sehr daran gelegen, für seine mit viel Liebe
aufgezogenen Jungtiere einen schönen und guten Lebensplatz zu finden. Wenn er
mit Herz und Seele in der Katzenzucht steckt, macht er es sich nicht einfach,
den richtigen Käufer auszusuchen. Es braucht von Anfang an absolute Ehrlichkeit
und Offenheit auf beiden Seiten, damit Züchter und Käufer einen guten Draht
zueinander finden und Vertrauen aufbauen können. Es ist deshalb verständlich,
dass der Züchter möglichst viel über den neuen Platz erfahren möchte, und er
freut sich auch darüber, wenn er mit dem Käufer nach der Abgabe der Kätzchen in
Kontakt bleibt, um die Entwicklung der Jungtiere weiter zu verfolgen. Dies
geschieht einerseits aus Liebe zu den Katzen, andererseits bietet es ihm
wertvolle Informationen über die Qualität seiner Zucht, da diese meist erst nach
dem Auswachsen der Katze ganz sichtbar wird. Dies dauert bei der Birma bis
zu vier Jahren!
Sollten irgendwelche Frage oder Probleme auftreten, so soll sich der Käufer
nicht scheuen, den Züchter umgehend um Rat zu fragen. Dieser wird ihm gerne
Auskunft und Ratschläge geben, denn mit dem Verkauf des Jungtieres ist für einen
guten Züchter die Arbeit noch lange nicht abgeschlossen.

Wohnungshaltung ja oder nein?
Dies ist ein heikles Thema, und wir
wollen diesbezüglich jedem seine eigene Meinung lassen! Jeder Katzenbesitzer
muss selbst wissen, ob er die Sorge und Ungewissheit beim Verschwinden seiner
Katze auf sich nehmen und ertragen kann!
Wir möchten jedoch zu bedenken geben, dass für in der Wohnung aufgezogene
Jungtiere einige Gefahren in der freien Natur lauern. Betrachtet man, mit
welcher Liebe diese Kätzchen aufgezogen wurden und deren Kaufpreis, so ist es
schlichtweg zu gefährlich, ein solch wertvolles Tier unbeaufsichtigt ins Freie
zu lassen. Zu bedenken ist, dass Rassekatzen seit Generationen in der Wohnung
gehalten werden und daran gewöhnt sind, d.h. jedoch nicht, dass sie das Jagen
oder Mäusefangen (auch Vögel etc.) verlernt haben. Meistens sind diese Tiere
jedoch so anhänglich, dass sie jedem Menschen nachlaufen und wegen ihres
wunderschönen Aussehens gerne gestohlen werden. Auch die Gefahren des Verkehrs,
welche von in der Wohnung aufgezogenen Jungtiere mit zuwenig Respekt beachtet
werden, und die Ansteckung mit Katzenkrankheiten, die zum Teil tödlich enden,
müssen berücksichtigt werden.
Bei Zuchtkätzinnen ist es zudem gar nicht möglich, sie frei laufen zu lassen, da
sie sonst von irgendeinem Kater gedeckt würden und somit die Rassezucht und eine
seriöse und gesunde Aufzucht der Jungen unmöglich wäre.
Bei reiner Wohnungshaltung besteht meistens die Möglichkeit, der Katze Auslauf
auf einem gesicherten Balkon oder in einem speziell eingezäunten Garten zu
gewähren, was Ihre Katze gerne annehmen wird. Auch sollte eine Wohnungskatze
bei häufiger Abwesenheit oder Berufstätigkeit nur zu zweit gehalten werden,
da die Tiere ansonsten verkümmern und apathisch werden. Die Wohnung sollte gross
genug und möglichst katzengerecht eingerichtet sein. D.h. ein grosser
Kletterbaum mit weichen und harten Etagen, Kratzmöglichkeiten, ein
Sitz-/Liegeplatz an einem Fenster sowie Spielsachen. Bei der Auswahl der
Pflanzen und Blumen ist grösste Vorsicht geboten und ihre Verträglichkeit für
Katzen abzuklären (siehe unter Gesundheit: "Giftpflanzen"). Die Katzen wählen
sich ihre Schlafplätze selber aus, und man kann ihnen an die bevorzugten Stellen
eine kuschelige Decke oder ein weiches Körbchen legen. Fenster, welche viel
offen sind und nicht ständig überwacht werden können, sollten mit einem stabilen
(Fliegen-)Gitter gesichert werden, ebenso die Kippfenster, welche eine grosse
Gefahr darstellen.
Die Heilige Birma ist eine sehr sorgsame und ausgeglichene Katze, die zu keinen
einrichtungszerstörenden Aktivitäten neigt. So kennen wir weder das Klettern an
Vorhängen, noch das Kratzen an Möbeln, und all unsere Nippsachen stehen bis
heute unbeschadet an ihrem Platz. Dies setzt jedoch bereits beim Züchter und
nachher beim Einzug ins neue Heim eine konsequente Erziehung voraus (z.B. mit
einem Wassersprüher für Blumen.
Wasserpistolen sind ungeeignet, da der scharfe Strahl die Äuglein treffen
und verletzen kann).

Einzug des neuen Kätzchens
Der Züchter bringt normalerweise das Kätzchen selbst, um ihm den ersten Einstieg
zu erleichtern und sich vom neuen Platz zu überzeugen sowie bei allfälligen
Fragen beratend zur Seite zu stehen.
Beim Einzug des neuen
Kätzchens sollten folgende Dinge vorhanden und an ihren Plätzen sein:
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ein
Katzenbaum im Hauptwohnbereich plus evt. ein kleinerer im Schlafzimmer
und/oder Büro. Bei mehreren Etagen ist pro bewohntem Stock ein Baum ideal
oder wenigstens zusätzliche Liege- und Kratzmöglichkeiten.
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Futter- und Wasserschalen, welche mind. 2m auseinander stehen, besser
mehr! Ein bis zwei zusätzliche, in andern Räumen aufgestellte Wasserschalen
regen die Katze zu genügender Wasseraufnahme an. Bei Futter- und
Wasserschalen sollte darauf geachtet werden, dass sie aus Chromstahl,
Keramik oder Glas und eher flach und weit sind, damit sich die Katze ihre
Schnurrhaare nicht anstösst. Plastikschalen können zu Allergien und Kinnakne
führen und nehmen mit der Zeit für Katzen unangenehme Gerüche an. Jede Katze
muss einen eigenen Futternapf haben, um Streit und hektischem Fressen
vorzubeugen. In der ersten Zeit ist es von Vorteil, mit derselben Fütterung
und Einstreu wie beim Züchter weiterzufahren, um nicht zu viele Wechsel
vorzunehmen und keinen Stressdurchfall zu verursachen. Futterstelle und WC
müssen jederzeit frei zugänglich sein.
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eine Katzentoilette pro Katze, welche an einem ruhigen Ort (vorzugsweise
im Bad oder WC) platziert ist und nicht im gleichen Raum wie die
Nahrungsaufnahme, sowie eine WC-Schaufel.
Auch wenn nur eine
Katze vorhanden ist, ist es von Vorteil zwei WCs anzuschaffen, idealer Weise
sogar offene, da Katzen in der freien Natur gerne Kot und Urin an verschiedenen,
offenen und gut belüfteten Orten absetzen. Es kann jahrelang mit einem WC gut
gehen, da sich die Katze anpasst. Wenn jedoch noch eine weitere Ungereimtheit
für sie dazu kommt, wird sie als erstes mit Unsauberkeit reagieren. Die Halter
sind dann oft erstaunt, hatte die Katze doch bis anhin immer nur ein WC, welches
sie problemlos benutzte...
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Bürste, Kamm, Nagelschere und Spielsachen, wie Pingpong-Bälle, Fellmäuse
(ohne Plastikaugen und -Nasen, von der Migros), Kartonschachteln,
Papiersäcke (ohne Henkel!) und Papierknäuel. Spielangeln lieben Katzen über
alles, sollten jedoch wegen der Schnur und allfälligen Federn daran
(Erstickungsgefahr), nicht herumliegen gelassen werden. NICHT geeignet als
Spielzeug sind: Fäden, Wollknäuel, Moosgummi, Plastiksäcke, Alupapier,
etc.!!!
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Giftige
Pflanzen entfernen.
Kontrollieren Sie
Ihre vorhandenen Pflanzen auf Giftigkeit!!!
www.giftpflanzen.ch
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Balkon sowie häufig geöffnete Fenster sollten unbedingt mit einem Netz
gesichert werden!
Auch wenn es bei früheren Katzen jahrelang ohne Sicherung
gut ging, kann immer mal ein Kätzchen im Spiel- und Jagdtrieb sich vergessen und über's Geländer springen oder runter fallen
bzw. in ein Kippfenster geraten und qualvoll sterben! (siehe Tipps & Infos
weiter unten "Gefahren im Haushalt").
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eine Transportkiste pro Katze aus stabilem Plastik mit Gittertür vorne.
Nicht zu empfehlen sind Kennels mit Öffnungsmöglichkeit am Deckel, da
diese beim Tragen aufgehen können und die Katze sich ausgestellt fühlt,
sowie Weidenkörbe wegen
Verletzungsgefahr und aus Hygienegründen. |
Sorgen Sie beim Eintreffen
des neuen Kätzchens für eine ruhige Umgebung und vergewissern Sie sich, dass
alle Fenster und Türen geschlossen sind. Allfällige bereits vorhandene Tiere
sollten für den ersten Erkundungsgang abgetrennt werden, damit der Neuankömmling
sich in Ruhe umschauen und allfällige Rückzugsmöglichkeiten erkunden kann. Zudem
bewährt es sich in diesem Fall nach einigen Stunden die Räume zu wechseln und
das Kätzchen in den Raum zu setzen, wo zuvor die andern Tiere waren und diese in
die Räume zu lassen, wo das Kätzchen war. So können sie gegenseitig die Gerüche
aufnehmen. Je nach Situation ist es zudem von Vorteil, wenn man die beiden Tiere
zuerst durch eine Gittertür die ersten paar Tage Kontakt aufnehmen lässt, so
dass sie einander nicht angreifen können. Wenn man die Tiere dann nach einigen
Tagen zusammenlässt, sollte man die erste Zeit unbedingt dabei sein und das
Ganze ruhig überwachen, damit sich eine unbeschwerte und gute Freundschaft
zwischen den Tieren bildet.
Zeigen Sie dem kleinen
Kätzchen als erstes seine Toilette und lassen Sie es von dort aus nach und nach
die Umgebung erkunden (nicht sofort alle Räume zur Verfügung stellen, sondern
langsam seinen Aktionsradius vergrössern). Auch Wasserschalen und Futterschalen
sollten ihm gezeigt werden. Während den ersten paar Tagen wird das junge
Kätzchen noch etwas schüchtern und traurig über die Trennung von seiner Mutter,
Geschwister und ihm vertrauten Menschen sein und nach ihnen suchen und rufen.
Nehmen Sie es immer wieder auf, streicheln Sie es und sprechen Sie ruhig mit
ihm. Erste Spielversuche lenken es von seinem Trennungsschmerz ab und bald wird
es mutiger und unternehmungslustiger.
In den ersten paar Wochen
ist es wichtig, dass sich das Kätzchen an sein neues Zuhause und einen
geregelten Tagesablauf gewöhnen kann. Halten Sie zu viele Besucher in dieser
Zeit von ihm fern, um das Tier neben der Trennung von Mutter und Geschwister und
Eingewöhnung nicht noch zusätzlich zu stressen. Auch Durchzug und Zugluft sind
bei jungen Katzen zu vermeiden (-> Schnupfen, Augenentzündungen). Die
Eingewöhnungszeit dauert in etwa 8 Wochen, während dieser Zeit ist auch das
Immunsystem, das sich bis ca. jährig im Aufbau befindet, sehr gefordert.
WICHTIG: Junge
Katzen dürfen während ihren Schlafzeiten nicht geweckt oder gestört werden,
um ihnen ein gesundes Wachstum zu ermöglichen.
Sie brauchen, ebenso wie erwachsene Katzen, einen geregelten Tagesablauf!
Die Heiligen Birmas
vertragen sich wegen ihres sanften und lieben Charakters auch sehr gut mit
Kindern und andern Tieren. Da sie jedoch sehr gutmütig sind und sich kaum zur
Wehr setzen, ist es wichtig, den Kindern vom ersten
Moment an den korrekten Umgang mit dem neuen Kätzchen, das richtige Aufnehmen
und Halten genau zu zeigen, sie anzuleiten und zu überwachen. Wichtig ist auch,
das Kätzchen nicht festzuklemmen oder festzuhalten, wenn es spielen und
herumrennen will. Eine Katze ist kein Spielzeug, sondern soll wie ein lieber
Freund behandelt und respektiert werden!!! Dies danken die Birmas mit ihrem
Vertrauen und ihrer Anhänglichkeit und erweisen sich als liebe und interessierte
Spielgefährten.
Beim Züchter hat das
Kätzchen bereits eine erste Erziehung durchlaufen und weiss, dass Vorhänge,
Pflanzen und Tisch tabu sind und dass am Katzenbaum gekratzt werden soll. Nun
ist es am neuen Besitzer, diese Erziehung konsequent und liebevoll
weiterzuführen, damit die Katze von Anfang an weiss, was sie darf und was nicht.
Mit klaren Richtlinien, die unbedingt einzuhalten sind, wird sich eine schöne
und unbeschwerte Freundschaft zwischen Mensch und Tier entwickeln.
Darf das Kätzchen z.B.
nicht auf den Tisch, so ist es jedes Mal mit einem konsequenten Nein
herunterzuheben. Bewährt hat sich auch ein Wassersprüher, mit dem man
Wassernebel versprühen kann.
Wasserpistolen sind ungeeignet, da der scharfe Strahl die Äuglein treffen und
verletzen kann.
GEFAHREN IM HAUSHALT:
Für kleine Katzen lauern
einige Gefahren im Haushalt und sie kommen durch die kleinsten Löcher und Ritzen
von nur gerade 5cm. Doch mit etwas Umsicht können viele Unfälle verhindert
werden. Vorsicht ist geboten bei:
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Kippfenster -> Einklemmen mit
Todesfolgen |
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ungesicherte Balkone,
Dachterrassen und Fenster -> Sturzgefahr mit Todesfolgen (siehe TIPP) |
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offene Treppen und
Treppengeländern -> Kätzchen kann durchrutschen und runter fallen |
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heisse Herdplatten, Öfen und
Bügeleisen -> Verbrennungsgefahr |
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offene Löcher unter den
Küchenschränken |
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herumstehende Medikamente, Putz-
und Haushaltsmittel, Farben etc. -> Vergiftungsgefahr |
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Pflanzen auf Giftigkeit
überprüfen!!! |
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herumliegende kleine
Gegenständen wie Nadeln, Wollfäden, Garn, Alufolie und Gummisachen (Nuggis),
kleine Spielsachen von Kindern etc. wegschliessen -> bei Verschlucken kann
es zu Darmverschluss oder Darmpenetration kommen, was lebensgefährlich ist! |
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offene WC-Deckel: immer
geschlossen halten -> Ertrinkungsgefahr |
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Waschmaschinen, Geschirrspüler,
Kühlschränke, Gefriertruhen -> geschlossen halten |
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Plastiksäcke sind kein Spielzeug
-> Erstickungsgefahr |
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bei Papiersäcken Henkel
abschneiden!!!
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| TIPP: |
Balkontüren können mit einer schwenkbaren Fliegengittertür (z.B. von
Hauptner, Dietlikon, Coop Baucenter oder Jumbo), welche von aussen
angebracht wird, gesichert werden. Für die Fenster gibt es Rahmen mit
Fliegengitter (Coop Baucenter oder Jumbo). Fliegenrollos sind nicht
geeignet, da die Katzen das Gitter aus den seitlichen Führungsschienen
drücken und entweichen können. So können Sie ohne Probleme lüften, müssen
nicht dauernd auf Ihre Katze aufpassen und haben zudem im Sommer keine
Mücken in der Wohnung! Bei Kippfenstern seitlich und oben Gitter anbringen
(in Zoofachgeschäften erhältlich). Für den Balkon gibt es grüne, weise oder
auch transparente Netze, welche von aussen kaum sichtbar sind, jedoch Ihre
Katze von gefährlichen Stürzen bewahren (z.B. von Qualipet oder der Firma
Kramer
www.katzennetz.de, welcher eine grosse und
preislich sehr attraktive Auswahl hat und neu auch ein edelstahlverstärktes,
bissfestes Netz anbietet. Die Firma liefert problemlos und schnell in die
Schweiz oder ist an den meisten Katzenausstellungen anzutreffen). Ideal sind
Netze mit der Maschengrösse 3x3cm, denn gerade Kitten können durch die
kleinsten Ritzen und Spalten schlüpfen. Bei Abwesenheit sollte eine Katze
nie alleine auf dem Balkon sein, auch wenn dieser mit einem Netz gesichert
ist. Sie könnte mal im Netz hängen bleiben und zu spät aus ihrer misslichen
Lage befreit werden oder von einem Insekt gestochen werden.
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Aktualisiert 8.2007
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